ja verflixt, es gibt mich noch. Und demnächst, spätestens morgen :o) soll hier mal was über unsere wunderbare Studienfahrt stehen.
Ich weiß gar nicht so recht, was mich zur Zeit alles vom Irgendwie-Zeit-haben abhält. Es ist alles und nichts los. Wir haben wieder Vorlesungen und Seminare, vertreiben uns die Nachmittage mit erlebnispädagogischen Abenteuern, Gemeinschaftsaktionen und Planspielen. A propos, wir spielen hier gerade "Mord im Brüderhaus", eine ziemlich abwegige Variante von "Nacht in Palermo". Das Spiel geht über mehrere Tage, es gibt ausgeloste Mörder und Bürger, eine Mordwaffe und jeder will gewinnen! Es ist unglaublich, welche Eigendynamik dieses Spiel entwickelt! Kaum eine Kaffeekränzschenrunde ohne dieses Gesprächsthema.
Wer also in einem Wohnheim oder einer ähnlichen Anlage wohnt, der kann die Anleitung für dieses Spiel gern bei mir bekommen.
So. Jetzt muss ich hier erstmal wieder der Vorlesung weiter folgen. Es geht um Siddharta Gautama (den ersten Buddha) und das Glücklichsein ohne alles. Das is doch mal was!
Bis ganz bald!
Mittwoch, 20. Juni 2007
Donnerstag, 10. Mai 2007
Eine Runde um den Blog gelaufen...
...ist man jedenfalls schneller, als hier etwas eingetragen zu haben. Auf jeden Fall erfordert es mitunter weniger Motivation und auch nur ein Minimum an geistiger Anstrengung.
Andererseits: Bei schlechtem Wetter an ungewöhnlichen Orten... kann man sich dabei einen Schnupfen holen, nicht wahr?
Noch schnell einen Blog zur Post zu bringen (Zitat em) erfordert zwar weniger physisches Aufopferungsvermögen, jedoch wenigstens EINEN neuen Gedanken. Oder einen berichtenswerten Anlass. Und überreflektiert, wie man nach knapp 8 Semestern FH-Studium schnell mal sein kann, will man ja auch nicht jedem Eintrag das Label "Blogblödsinn" verleihen.
Ich hab schon von Leuten gelesen, die inzwischen abgebloggt sind, ihren Online-Exhibitionismus quittiert und die Seite gelöscht haben, um sich nun wieder "dem normalen Leben zuzuwenden".
Ich bleibe meiner bisherigen Einstellung erstmal treu, dass auch Geblogge und Gechatte und Gesimse und Gemaile, meinetwegen auch Gegruschel Bestandteile echter Kommunikation sind, solange meine Kontakte sich nicht auflösen, sobald die WLAN-Karte nicht mehr funkt.
Andererseits: Bei schlechtem Wetter an ungewöhnlichen Orten... kann man sich dabei einen Schnupfen holen, nicht wahr?
Noch schnell einen Blog zur Post zu bringen (Zitat em) erfordert zwar weniger physisches Aufopferungsvermögen, jedoch wenigstens EINEN neuen Gedanken. Oder einen berichtenswerten Anlass. Und überreflektiert, wie man nach knapp 8 Semestern FH-Studium schnell mal sein kann, will man ja auch nicht jedem Eintrag das Label "Blogblödsinn" verleihen.
Ich hab schon von Leuten gelesen, die inzwischen abgebloggt sind, ihren Online-Exhibitionismus quittiert und die Seite gelöscht haben, um sich nun wieder "dem normalen Leben zuzuwenden".
Ich bleibe meiner bisherigen Einstellung erstmal treu, dass auch Geblogge und Gechatte und Gesimse und Gemaile, meinetwegen auch Gegruschel Bestandteile echter Kommunikation sind, solange meine Kontakte sich nicht auflösen, sobald die WLAN-Karte nicht mehr funkt.
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Diplomarbeit - abgegeben
Jehuu! Ein Meilenstein in der Geschichte! Und eine Woche ist es auch schon wieder her, seit ich zwei in roten Carton gebundene Schriftstücke zu je knapp 170.000 Zeichen (in Worten: einhundertsiebzigtausend!) bei unserer Sekretärin und FH-Fee abgegeben habe. Ich finde, dieses Ereignis verdient- wenn auch verspätet gemeldet- einen extra Eintrag.
Inzwischen haben wir wieder Vorlesungen- nun noch knapp einen Monat. Zur Zeit Blog-... nein BloCKseminar über Erwachsenenbildung. Den gestrigen Nachmittag habe ich dann auch nahezu komplett damit verbracht, ein ziemlich kniffliges Referat über eine ziemlich unspektaläre Sache für heute vorzubereiten. Naja. Vielleicht muss ich einfach erstmal meine Gehirnwindungen ent-renken, bevor wieder was geht.
Inzwischen haben wir wieder Vorlesungen- nun noch knapp einen Monat. Zur Zeit Blog-... nein BloCKseminar über Erwachsenenbildung. Den gestrigen Nachmittag habe ich dann auch nahezu komplett damit verbracht, ein ziemlich kniffliges Referat über eine ziemlich unspektaläre Sache für heute vorzubereiten. Naja. Vielleicht muss ich einfach erstmal meine Gehirnwindungen ent-renken, bevor wieder was geht.
Samstag, 21. April 2007
manchmal...
ich will es wagen, noch einen kleinen Nachtrag zum letzten Blogeintrag zu geben.
Manchmal... da fehlen mir die Worte.
Eines Abends neulich, da habe ich lange, vielleicht zu lange nachgedacht.
Ich dachte nach über Dinge, die passiert waren, die ich erfahren hatte, die irgendwie in meinen Horizont gerückt waren.
Manche endlich, manche wieder, manche trotzdem, manche zum Glück.
Manchmal kann ich in all dem einfach keinen Sinn sehen.
Manchmal... da fehlen mir die Worte.
Ich hatte mich der Worte eines anderen bedient, der noch ein Stück von dem ausdrücken konnte, was mir die Worte fehlen machte.
Ich habe schonmal nachgedacht (jaja, das mache ich öfters): Und ich frage mich, ob man an der Last der anderen nicht meistens viel schwerer trägt als an der eigenen? Ich frage mich, ob der Stachel im Auge meines Bruders (wieso wird da eigentlich immer gleich an Schuld gedacht??) nicht von irgendjemandem gesehen werden muss??? Vielleicht stimmt es ja gar nicht, dass ich mich zuerst um MEINEN Kram kümmern muss, bevor ich an andere denke. Vielleicht brauche ich ja die anderen, damit ich den Balken - das Problem, zu dem ich schon gar keine Distanz mehr habe, wieder sehen kann?
Ist es nicht so, dass wir uns in all dem gegenseitig dienen können? Oder habe ich da schon wieder etwas falsch verstanden?
Manchmal... da fehlen mir die Worte.
Eines Abends neulich, da habe ich lange, vielleicht zu lange nachgedacht.
Ich dachte nach über Dinge, die passiert waren, die ich erfahren hatte, die irgendwie in meinen Horizont gerückt waren.
Manche endlich, manche wieder, manche trotzdem, manche zum Glück.
Manchmal kann ich in all dem einfach keinen Sinn sehen.
Manchmal... da fehlen mir die Worte.
Ich hatte mich der Worte eines anderen bedient, der noch ein Stück von dem ausdrücken konnte, was mir die Worte fehlen machte.
Ich habe schonmal nachgedacht (jaja, das mache ich öfters): Und ich frage mich, ob man an der Last der anderen nicht meistens viel schwerer trägt als an der eigenen? Ich frage mich, ob der Stachel im Auge meines Bruders (wieso wird da eigentlich immer gleich an Schuld gedacht??) nicht von irgendjemandem gesehen werden muss??? Vielleicht stimmt es ja gar nicht, dass ich mich zuerst um MEINEN Kram kümmern muss, bevor ich an andere denke. Vielleicht brauche ich ja die anderen, damit ich den Balken - das Problem, zu dem ich schon gar keine Distanz mehr habe, wieder sehen kann?
Ist es nicht so, dass wir uns in all dem gegenseitig dienen können? Oder habe ich da schon wieder etwas falsch verstanden?
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Dienstag, 17. April 2007
Der Weg
ich kann nicht mehr seh'n
trau nicht mehr meinen augenkann kaum noch glauben
gefühle haben sich gedreht
ich bin viel zu träge,
um aufzugeben
es wär' auch zu früh,
weil immer was geht.
wir waren verschwor'n
wär'n füreinander gestorben
haben den regen gebogen,
uns vertrauen gelieh'n
wir haben versucht,
auf der schußfahrt zu wenden
nichts war zu spät,
aber vieles zu früh.
wir haben uns geschoben
durch alle gezeiten
haben uns verzettelt,
uns verzweifelt geliebt
wir haben die wahrheit
so gut es ging verlogen
es war ein stück vom himmel,
dass es dich gibt..
du hast jeden raum mit sonne geflutet
hast jeden verdruß ins gegenteil verkehrt
nordisch nobel
deine sanftmütige güte
dein unbändiger stolz
das leben ist nicht fair.
den film getanzt
in einem silbernen raum
vom goldenen balkon
die unendlichkeit bestaunt
heillos versunken, trunken
und alles war erlaubt
zusammen im zeitraffer
mittsommernachtstraum.
du hast jeden raum mit sonne geflutet
nordisch nobel
deine sanftmütige güte
dein unbändiger stolz
das leben ist nicht fair.
dein sicherer gang
deine wahren gedichte
deine heitere würde
dein unerschütterliches geschick
du hast der fügung deine stirn geboten
hast ihn nie verraten
deinen plan vom glück
deinen plan vom glück
ich gehe nicht weg
hab' meine frist verlängert
neue zeitreise
offene welt
habe dich sicher
in meiner seele
ich trage dich bei mir
bis der vorhang fällt
ich trag dich bei mir
bis der vorhang fällt.
(H.G.: Mensch)
Freitag, 6. April 2007
Beziehungen
Pardon, ich habe lange nichts hier eingetragen... Das liegt wohl daran, dass ich in den letzten Wochen viel Zeit mit Lesen und Arbeiten für mein Diplompapier beschäftigt war. Das stimmt natürlich nicht ganz, denn ich hab auch viel anderes gemacht, was man im weitesten Sinne als "Ablenkung vom Thema" bezeichnen könnte... egal.
Beziehungen. Was zum Kuckuck sind eigentlich Beziehungen und welchen Stellenwert haben sie für mich?
Im Rahmen meiner Auseinandersetzungen der letzen 2 Monate habe ich viel darüber nachgedacht.
Eine gute Freundin hat mich mal gefragt, ich hab den Wortlaut nicht mehr im Kopf, ob ich von Beziehungen abhängig bin, mich über Beziehungen definiere.
Als ob das ein schwerwiegender Vorwurf niederträchtigen Vergehens wäre, habe ich das damals beinah abgestritten. Abhängig von Beziehungen? Neeeneenee... Ich bin doch selbständig und autonom!
Naja.
Inzwischen bin ich ziemlich sicher, dass ich nicht nur ein bisschen, sondern sogar ausgesprochenermaßen massiv abhängig bin von Beziehungen. Von Beziehungen zu Menschen, die mir lieb sind, zu Gott, der mich gewollt hat und liebt, zu meiner Umwelt, zu allem und jedem, mit dem ich in Kontakt bin. Ich glaube, ohne meine Beziehungen zu all dem bin ich nichts. Ich lebe in und durch Beziehungen, ich definiere mich in und an Beziehungen. Alles Leben ist Beziehung. Ich bin eben nicht selbständig und autonom; und finde sogar, darauf stolz sein zu können.
Je echter die Beziehungen, je echter mein Leben. Je mehr Beziehungen, je mehr Leben. Natürlich ist das hier mehr qualitativ als quantitativ zu sehen.
Ich bin dankbar für jede Beziehung, die ich habe. Für all die Menschen , meine Eltern, meine Geschwister, meine Freunde um mich herum und manchmal auch weiter weg, die mir helfen, das Leben irgendwie zu meistern. Ein Segen, dass es euch alle gibt!
In den letzten Wochen habe ich gemerkt, wie sehr ich manche Beziehungen vermisse, für deren Pflege ich gerade in anstrengenden Lebensphasen zu wenig Zeit investiert habe. Aber auch, wie sehr mir Beziehungen helfen, vorwärtszukommen und den Spaß am Leben und Mut zum Leben nicht zu verlieren. Ein bisschen mehr Investition in Beziehungen kann also nicht schaden
...
Ich will gleich damit anfangen. Schalte die Kiste hier aus, gehe runter und schau mal, was meine Familie und meine Freundin so macht. ;o) Bis bald!
PS. Man kann meinen Blog jetzt auch über philippweismann.de.vu erreichen. Ist vielleicht einfacher zu merken...
Beziehungen. Was zum Kuckuck sind eigentlich Beziehungen und welchen Stellenwert haben sie für mich?
Im Rahmen meiner Auseinandersetzungen der letzen 2 Monate habe ich viel darüber nachgedacht.
Eine gute Freundin hat mich mal gefragt, ich hab den Wortlaut nicht mehr im Kopf, ob ich von Beziehungen abhängig bin, mich über Beziehungen definiere.
Als ob das ein schwerwiegender Vorwurf niederträchtigen Vergehens wäre, habe ich das damals beinah abgestritten. Abhängig von Beziehungen? Neeeneenee... Ich bin doch selbständig und autonom!
Naja.
Inzwischen bin ich ziemlich sicher, dass ich nicht nur ein bisschen, sondern sogar ausgesprochenermaßen massiv abhängig bin von Beziehungen. Von Beziehungen zu Menschen, die mir lieb sind, zu Gott, der mich gewollt hat und liebt, zu meiner Umwelt, zu allem und jedem, mit dem ich in Kontakt bin. Ich glaube, ohne meine Beziehungen zu all dem bin ich nichts. Ich lebe in und durch Beziehungen, ich definiere mich in und an Beziehungen. Alles Leben ist Beziehung. Ich bin eben nicht selbständig und autonom; und finde sogar, darauf stolz sein zu können.
Je echter die Beziehungen, je echter mein Leben. Je mehr Beziehungen, je mehr Leben. Natürlich ist das hier mehr qualitativ als quantitativ zu sehen.
Ich bin dankbar für jede Beziehung, die ich habe. Für all die Menschen , meine Eltern, meine Geschwister, meine Freunde um mich herum und manchmal auch weiter weg, die mir helfen, das Leben irgendwie zu meistern. Ein Segen, dass es euch alle gibt!
In den letzten Wochen habe ich gemerkt, wie sehr ich manche Beziehungen vermisse, für deren Pflege ich gerade in anstrengenden Lebensphasen zu wenig Zeit investiert habe. Aber auch, wie sehr mir Beziehungen helfen, vorwärtszukommen und den Spaß am Leben und Mut zum Leben nicht zu verlieren. Ein bisschen mehr Investition in Beziehungen kann also nicht schaden
...
Ich will gleich damit anfangen. Schalte die Kiste hier aus, gehe runter und schau mal, was meine Familie und meine Freundin so macht. ;o) Bis bald!
PS. Man kann meinen Blog jetzt auch über philippweismann.de.vu erreichen. Ist vielleicht einfacher zu merken...
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Donnerstag, 15. März 2007
Glücklich sein
Da es eine Frage der Einstellung ist, glücklich zu sein oder nicht, habe ich mich heute dafür entschieden, glücklich zu sein.
Zugegeben, ich war nicht der erste, der diesen Gedanken hatte, ich glaub, Mark Twain oder so hat mal so einen Spruch rausgehauen. Aber für heute zumindest habe ich mir ganz fest vorgenommen, dieser genialen Idee zu folgen.
Eigentlich habe ich es noch nicht mal nötig, mir großartige Gedanken zu machen, worüber ich eigentlich alles glücklich sein könnte. Ich bin sicher, es fänden sich eine Unzahl von Gründen! Nein, es geht schon einfach so.
Ich habe mal in einer Predigt gehört, dass es z.b. für Jähzorn absolut keine Berechtigung gibt, denn er verletzt nicht nur, sondern er bringt auch einfach nichts. Jedenfalls nichts gutes.
Leider durfte ich diese Erfahrung selbst schon ziemlich oft machen, denn zugegebenermaßen kann ich in einigen speziellen Situationen (und manchmal auch in ganz unspeziellen) ganz schön ausrasten. Ich hab mich damals gefragt, ob so ein bisschen Jähzorn nicht doch ganz nett sein kann, denn man muss sich doch mal austoben!
OK, Austoben- das ist OK. Aber Jähzorn ist doch irgendwie noch einen Zacken schärfer. Und bedeutet- wie Wikipedia verrät, nicht nur einen spontaner Anfall des Zornes gegen Sachen oder - noch schlimmer- Menschen, sondern gleich eine psychische Disposition. Da klingt Austoben doch eher wie ein kontrollierter Frustabbau. Wer's braucht - ok. Ein Boxsack kann da übrigens echt Wunder wirken (und ist wunderbar leicht zu versöhnen).
Das Glücklichsein, dass ich mir nun selbst auferlegt habe, hat da eine ganz andere Wirkung.
Es dürfte zumindest schwer fallen, damit jemandem zu schaden; und mehr Spaß machen, Menschen damit anzustecken. Nun versuche ich, daraus eine ähnliche "psychische Disposition" zu konstruieren.... Was ist denn gleich das Gegenteil von Jähzorn??? Ein Antonym für Jähzorn kennt mein Thesaurus leider nicht. Nur dass... das Antonym von Antonym Synonym ist. Hurra
Jäh, verrät mir der Rechts-Links-Klick in Word, bedeutet "plötzlich, unvermittelt, direkt und unverhofft". Da ist ja nicht direkt (also jäh) was dagegen einzuwenden.
Das Gegenteil von Zorn, ein Klick auf die Google-Toolbar, könnte Vergebung, Gnade, Geduld sein. Irgendwie nicht so der Knaller.
Nun, dann belassen wirs vorserst bei negativem Jähzorn, meinetwegen geäußert durch spontane Liebe, plötzliche, unerwartete und direkte Freude.
Dazu hätten wir doch allen Grund, oder?
Zugegeben, ich war nicht der erste, der diesen Gedanken hatte, ich glaub, Mark Twain oder so hat mal so einen Spruch rausgehauen. Aber für heute zumindest habe ich mir ganz fest vorgenommen, dieser genialen Idee zu folgen.
Eigentlich habe ich es noch nicht mal nötig, mir großartige Gedanken zu machen, worüber ich eigentlich alles glücklich sein könnte. Ich bin sicher, es fänden sich eine Unzahl von Gründen! Nein, es geht schon einfach so.
Ich habe mal in einer Predigt gehört, dass es z.b. für Jähzorn absolut keine Berechtigung gibt, denn er verletzt nicht nur, sondern er bringt auch einfach nichts. Jedenfalls nichts gutes.
Leider durfte ich diese Erfahrung selbst schon ziemlich oft machen, denn zugegebenermaßen kann ich in einigen speziellen Situationen (und manchmal auch in ganz unspeziellen) ganz schön ausrasten. Ich hab mich damals gefragt, ob so ein bisschen Jähzorn nicht doch ganz nett sein kann, denn man muss sich doch mal austoben!
OK, Austoben- das ist OK. Aber Jähzorn ist doch irgendwie noch einen Zacken schärfer. Und bedeutet- wie Wikipedia verrät, nicht nur einen spontaner Anfall des Zornes gegen Sachen oder - noch schlimmer- Menschen, sondern gleich eine psychische Disposition. Da klingt Austoben doch eher wie ein kontrollierter Frustabbau. Wer's braucht - ok. Ein Boxsack kann da übrigens echt Wunder wirken (und ist wunderbar leicht zu versöhnen).
Das Glücklichsein, dass ich mir nun selbst auferlegt habe, hat da eine ganz andere Wirkung.
Es dürfte zumindest schwer fallen, damit jemandem zu schaden; und mehr Spaß machen, Menschen damit anzustecken. Nun versuche ich, daraus eine ähnliche "psychische Disposition" zu konstruieren.... Was ist denn gleich das Gegenteil von Jähzorn??? Ein Antonym für Jähzorn kennt mein Thesaurus leider nicht. Nur dass... das Antonym von Antonym Synonym ist. Hurra
Jäh, verrät mir der Rechts-Links-Klick in Word, bedeutet "plötzlich, unvermittelt, direkt und unverhofft". Da ist ja nicht direkt (also jäh) was dagegen einzuwenden.
Das Gegenteil von Zorn, ein Klick auf die Google-Toolbar, könnte Vergebung, Gnade, Geduld sein. Irgendwie nicht so der Knaller.
Nun, dann belassen wirs vorserst bei negativem Jähzorn, meinetwegen geäußert durch spontane Liebe, plötzliche, unerwartete und direkte Freude.Dazu hätten wir doch allen Grund, oder?
Freitag, 2. März 2007
Ein Wintermärchen
Da es dieses Jahr offensichtlich nicht nochmal schneien wird, gibts hier ein kleines Video über den Schnee von gestern. Beziehungsweise von vor 3 Jahren. Viel Spaß!
PS.: Nun läuft es auch! (hatte das Filmchen noch in der Rubrik "private Video", pardon)
Ich sollte hier auch noch erwähnen, dass die meisten Bilder und Sequenzen zwar durch mich mit meiner kleinen Kamera gedreht wurden, die Löwenarbeit des Schneidens und Vertonens aber der Emile gemeistert hat, der hier ein besonderes Lob verdient.
PS.: Nun läuft es auch! (hatte das Filmchen noch in der Rubrik "private Video", pardon)
Ich sollte hier auch noch erwähnen, dass die meisten Bilder und Sequenzen zwar durch mich mit meiner kleinen Kamera gedreht wurden, die Löwenarbeit des Schneidens und Vertonens aber der Emile gemeistert hat, der hier ein besonderes Lob verdient.
Sonntag, 25. Februar 2007
Donnerstag, 22. Februar 2007
on island
Noch nicht ganz aus ist der Traum meines letzten Kurzurlaubes in Wales.... *dreamin*noch vor knapp 48 Stunden saß ich in selten guter Gesellschaft auf einem blauen Sofa in der Malafant Street in Cardiff. Hokuspokus - schon bin ich wieder hier, zurück an meinem Schreibtisch im Retro-Look in meinem Lederchefsessel der Oberklasse.
Das war eine Reise wert! Knapp 1172 Kilometer von hier sitzt wahrscheinlich grad der Jens auf demselben Sofa, schlürft eine Hülse Carlsberg und feiert die Tatsache, dass wieder Ruhe eingekehrt ist ;o).
Die Reise begann letzten Donnerstag. Mit nächtlichem Zwischenstopp in Leipzig gings am Freitag nach Altenburg-Nobitz und von dort dann über Stansted und London nach Cardiff, Wales. Bei alledem hatte ich die zweitbeste überhaupt denkbare Begleiterin Elli ;o) an meiner Seite. Jou mann, das war echt schön. Haben dann mit Jensi, seiner lustigen Mitbewohnerin Nina und deren Besucher Sebastian, genannt Mulle (in einigen speziellen Fällen auch Maffe) die Gegend unsicher gemacht und an allen möglichen Stellen von diesem langweilig wässrig schmeckenden walisischen Bier gekostet. Da freut man sich ja echt auf ein Sterni daheim...
Wow, es war cool, mit euch zu chillen und durch die Gegend zu peilen.
Eine echt gute Zeit zwischen Diplomarbeit und.. ähm... Diplomarbeit.
Die Rückreise hatte dann noch so was ganz spezielles. Idiotischerweise (das dachte ich zumindest) hatten wir ein Busticket für den letzten Bus von Cardiff nach London am Dienstagabend, und dann eins für den ersten von London nach Stansted am Mittwoch. Blieb uns zwischen 22.30 und 2:40 also einige Zeit in Londons Innenstadt, die wir zwar gern einfach irgendwo im Trockenen gesessen hätten (um dabei vielleicht noch ein paar langweilige Biere zutrinken), dass dann aber doch nicht taten, weil Punkt 11 die Glocken läuteten und man uns quasi aus der Kneipe schmiss.
Nuja. Mein Pseudo-Navi-PDA hat dann wieder erstmal eine Weile rumgesponnen, bevor er uns in Ermangelung einer anderen Karte verriet, in welcher Richtung wir zur Themse laufen mussten. Was unspektakulär begann, wurde dann um ein Haar zu einer echten nächtlichen Sightseeing-Tour durch die beinah ausgestorbene historische Stadt. Wie zufällig standen wir plötzlich am Westminster Abbey, schlenderten vorbei am Big Ben und haben sogar den Buckingham Palace im Dunkeln erahnen können. Dummerweise blieb uns bei all dem auch eine andere britische Kostbarkeit - der dauerhafte Nieselregen- nicht erspart. Aber da waren wir schon fast wieder zurück am Victoria Terminal, um dort noch gute 2 Stunden mit unkreativem Rumgedöse zu verbringen, die teils durch die Verwendung eines improvisierten Taschentuch-Hackisacks abgekürzt wurden.
Ein bisschen Hickhack gabs dann nochmal, als der Busfahrer Mulle alias Maffe nich mitnehmen wollte, der ein Ticket für den 6:40-Bus gebucht hatte, aber - danke Jesus (Z.E.)- es geht doch alles, wenn man nur fest dran glaubt. Die letzten Stunden vor dem Abflug machten wirs uns dann auf dem flauschigen Stanstedter Flughafenterminal-Fliesen bequem und zumindest ich hab auch ne gute anderthalbe Stunde gesägt, bevor wir uns mit einer letzen britischen Morgenlatte (Macchiato) verabschiedeten.
Der Vogel von ryanair, abgesehen von dämlicher Werbung während des Fluges nur zu loben, brachte uns schnurstracks ins überaus sonnige Altenburg zurück, wo auch schon unser Privattaxi mit selten freundlicher Chauffeurin auf uns wartete. Fast ZU pünktlich , denn wie gern hätte man noch ein wenig in die Sonne geglotzt und die Erinnerungen an das britische Pieselwetter vollends vergessen...
Nun, auf der Rückreise von der Metropole Nobitz nach Leipzig noch ein kurzer Stopp in Borna, der nächstgrößeren City. Nach einer Ladung Eierkuchen mit Zimtzucker Weiterfahrt nach Leipzig, Verabschiedung von Elli (Grüße nach Weißenfels, oder wo immer es Dich hinverschlagen möge) und für mich kurz verschnaufen bei Almut und dann Nachtsprint nach Moritzburg. Auch hier war noch ein kurzer Halt geboten um wiederholte Sekundenschlafphasen zu vermeiden, so dass ich gegen 23.O0 endlich in meine schlecht gepolsterte Koje fiel. Aber das war an diesem Abend alles egal.
Haufen schöne Erinnerungen bleiben, der Rest ist Blödsinn.
Den ganzen Mittelteil, was so in Cardiff war (auch wenns das beste war), hab ich jetzt erstmal weggelassen *dös*. Das kann man dann in ein paar Tagen bei Jens nachlesen ;o) Ätsch.
@ Elli: ..... ... ....................... ... .................... ..... ..... .................... ... ........ .. .. .........................
Ihr lieben, lasst Euch grüßen und bleibt behütet und vergesst nie: godblessesyoutooooo
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Freitag, 9. Februar 2007
abgeschieden
"Interreligiöses Lernen" heißt das zauberhafte Phrase, die mir in den letzten Tagen und den nächsten Wochen Kopfzerbrechen bereitet hat und bereiten wird und ich frag mich, was mich geritten hat...
In diese Richtung jedenfalls geht meine Diplomarbeit; natürlich mit weitaus klangvollerem Titel.
Jau, nun wohn ich schon fast wieder eine Woche hier im schönen Walddorf Moritzburg und habe mich immer noch nicht ganz mit der Ambivalenz dieser Entscheidung abgefunden. Wohne zwar mitten auf dem Campus, aber wegen der Semesterferien ist hier quasi grad nix los. Würde hier ein Hund verrecken... auch das würde niemanden interessieren.
Das ist die Widersinnigkeit im Trend: Du hast an die 100 Freunde im StudVZ... aber dann sitzt Du hier alleine an Deinem Schreibtisch und überlegst, ob Du eine Flasche Wein oder Bier aufmachst. Oder ob Du auch mal so gut einschlafen kannst.
Natürlich ist längst nicht alles so trüb um nur dieses Sal blasen zu können. Endlich kann ich z.B. mal wieder in meinen Hauskreis nach Dresden (der inzwischen einige Reformen erlebt hat), allerdings kostet das neuerdings. Kann man sich das vorstellen? Jeder Hauskreisbesuch 1,50 Euro. Jaja, das sind die Regeln. Und wenn ich mal nicht zahle, kann das sogar ein Verwarnungsgeld geben. Das allerdings wird dann von der Stadtverwaltung Dresden eingezogen mit dem Vermerk: Widerrechtliches Parken ohne ausreichende Entrichtung von Parkgebühren in der Dresdner Neustadt. Oder so ähnlich.
Aber für 1,50 Euro geistige Nahrung für die ganze Woche... da haben andere schonmal mehr gezahlt.
Was sich hier sonst noch berichten lässt, ist schnell aufgezählt. In meinem Terminkalender steht der imaginäre Vermerk "Lesen, ausarbeiten, nachdenken, schreiben". Und das von Mo-Fr, früh bis abends. Ehrlich gesagt ist es mir noch nie
besonders leicht gefallen in ein dermaßenes Vakuum Struktur zu bringen. Aber auch das ist ja mal eine Herausforderung, die mir hoffentlich glücken wird.
Das nächste wirkliche Highlight dieses Monats beginnt nächste Woche Freitag. Dann nämlich fliege ich mit Elisabeth (www.hatkeinblog.schade.de) nach Wales, um dort Jens zu besuchen. Geil, ich freu mich.
Und @Jens: ich bitte darum, dass Du bis dahin noch ein paar positive Aussagen über das Wetter triffst ;o)
Für heute is Schluss mit Lustig und eigentlich ist ja schon lange Wochenende.
In diese Richtung jedenfalls geht meine Diplomarbeit; natürlich mit weitaus klangvollerem Titel.
Jau, nun wohn ich schon fast wieder eine Woche hier im schönen Walddorf Moritzburg und habe mich immer noch nicht ganz mit der Ambivalenz dieser Entscheidung abgefunden. Wohne zwar mitten auf dem Campus, aber wegen der Semesterferien ist hier quasi grad nix los. Würde hier ein Hund verrecken... auch das würde niemanden interessieren.
Das ist die Widersinnigkeit im Trend: Du hast an die 100 Freunde im StudVZ... aber dann sitzt Du hier alleine an Deinem Schreibtisch und überlegst, ob Du eine Flasche Wein oder Bier aufmachst. Oder ob Du auch mal so gut einschlafen kannst.
Natürlich ist längst nicht alles so trüb um nur dieses Sal blasen zu können. Endlich kann ich z.B. mal wieder in meinen Hauskreis nach Dresden (der inzwischen einige Reformen erlebt hat), allerdings kostet das neuerdings. Kann man sich das vorstellen? Jeder Hauskreisbesuch 1,50 Euro. Jaja, das sind die Regeln. Und wenn ich mal nicht zahle, kann das sogar ein Verwarnungsgeld geben. Das allerdings wird dann von der Stadtverwaltung Dresden eingezogen mit dem Vermerk: Widerrechtliches Parken ohne ausreichende Entrichtung von Parkgebühren in der Dresdner Neustadt. Oder so ähnlich.
Aber für 1,50 Euro geistige Nahrung für die ganze Woche... da haben andere schonmal mehr gezahlt.
Was sich hier sonst noch berichten lässt, ist schnell aufgezählt. In meinem Terminkalender steht der imaginäre Vermerk "Lesen, ausarbeiten, nachdenken, schreiben". Und das von Mo-Fr, früh bis abends. Ehrlich gesagt ist es mir noch nie
besonders leicht gefallen in ein dermaßenes Vakuum Struktur zu bringen. Aber auch das ist ja mal eine Herausforderung, die mir hoffentlich glücken wird.
Das nächste wirkliche Highlight dieses Monats beginnt nächste Woche Freitag. Dann nämlich fliege ich mit Elisabeth (www.hatkeinblog.schade.de) nach Wales, um dort Jens zu besuchen. Geil, ich freu mich.
Und @Jens: ich bitte darum, dass Du bis dahin noch ein paar positive Aussagen über das Wetter triffst ;o)
Für heute is Schluss mit Lustig und eigentlich ist ja schon lange Wochenende.
Dienstag, 30. Januar 2007
...alles, alles gibts ein letztes Mal
Aber nur vorerst. Mit dieser Zuversicht jedenfalls geht mein Praktikum stracks dem Ende entgegen. Die letzte Stunde in der Christenlehre, der letzte Jugendabend, die letzte LETZTE (!!!) Dienstbesprechung und so weiter.
Ich bemühe mich, keine Tränen zu zerdrücken, wohl aber auch, keinen Krampf im Magen zu bekommen, wenn ich an die kommende Zeit denke. "Zurück nach Moritzburg" ist als nächstes Projekt schon ein wenigstens 2-schneidiges Schwert. Im Moment krieg ich nicht ganz klar, ob die Augenblicke der Freude oder des Wehmutes oder noch ganz anderer Gefühle überwiegen und eigentlich ändert sich das auch dauernd.
Abgesehen davon hängt mir das Projekt "Diplomarbeit" im Nacken, dem ich gleich in 3 Wochen für 5 Tage nach Cardiff, Wales entfliehen werde.
Da an meinem letzten Praktikumtag (also morgen) inhaltlich abgesehen von einem Auswertungsgespräch nichts mehr ansteht, bleibt mir dieser Tag zum Packen dutzender Kisten. Immer noch besser, als gepackte Kisten zu du-zen. Aber soweit kommt es vielleicht auch noch...
Nun denn. Wirklich neues kann ich erst in einer Woche wieder berichten, wenn mein Hausstand wieder in handhabbarer Form beieinander steht und neben der Ablenkung von wesentlichen Dingen auch wirklich nützliche Dienste leistet. Meine Koordinaten sind dann wieder
Lon. 13.68492 E; Lat. 51.15621 N
Bis dahin, alles Liebe
Ich bemühe mich, keine Tränen zu zerdrücken, wohl aber auch, keinen Krampf im Magen zu bekommen, wenn ich an die kommende Zeit denke. "Zurück nach Moritzburg" ist als nächstes Projekt schon ein wenigstens 2-schneidiges Schwert. Im Moment krieg ich nicht ganz klar, ob die Augenblicke der Freude oder des Wehmutes oder noch ganz anderer Gefühle überwiegen und eigentlich ändert sich das auch dauernd.
Abgesehen davon hängt mir das Projekt "Diplomarbeit" im Nacken, dem ich gleich in 3 Wochen für 5 Tage nach Cardiff, Wales entfliehen werde.
Da an meinem letzten Praktikumtag (also morgen) inhaltlich abgesehen von einem Auswertungsgespräch nichts mehr ansteht, bleibt mir dieser Tag zum Packen dutzender Kisten. Immer noch besser, als gepackte Kisten zu du-zen. Aber soweit kommt es vielleicht auch noch...
Nun denn. Wirklich neues kann ich erst in einer Woche wieder berichten, wenn mein Hausstand wieder in handhabbarer Form beieinander steht und neben der Ablenkung von wesentlichen Dingen auch wirklich nützliche Dienste leistet. Meine Koordinaten sind dann wieder
Lon. 13.68492 E; Lat. 51.15621 N
Bis dahin, alles Liebe
Donnerstag, 18. Januar 2007
...die Zeit vergeht
Will heute endlich mal wieder einen Eintrag wagen.
Seit dem 16. Dezember ist doch ganz schön viel passiert. Weihnachten zum Beispiel. Für Gemeindepädagogen, auch die angehenden, ist das ja so eine Art Hauptsaison. Wenigstens 25 Krippenspielproben, x Kostüme zusammensuchen und anprobieren; Requisiten bauen und so weiter... Den ganzen Weihnachtsnachmittag haben wir schlussendlich mit verschiedenen Gruppen gechristvespert und 3 sehr verschiedene Krippenspiele aufgeführt. Das war ein bisschen Schlauch, aber ob des Erfolges doch auch sehr erleichternd. Immerhin konnte ich mich 23:30 auf den Heimweg machen und war dann tatsächlich noch einige Minuten vor Mitternacht bei meinen Eltern. Wow!
Die nächsten 2 Tage waren dann im Wechsel der Familie und meiner letzten Prüfungsarbeit gewidmet, die eben noch wenigstens FAST fertig werden musste, bevor mich mein Fernweh am 27. Dezember nach Schweden trieb.
Ja Schweden... das war coool. Mit ein paar Studies und einigen Freunden verbrachten wir also New Years Eve in Smaland (wie kriegt man dieses ° über das a?), dort wo im Sommer das Abenteuerlager aufgeschlagen worden war. Das dritte Mal 2006 in Schweden! Das war schön. Einfach, schön, unspektakulär, aber schön. So still, dass man den Tinnitus des Nachbarn mithören konnte.
Mit 13 Leuten in einem kleinen Häuschen mitten im schwedischen Wald war gar nichts anderes möglich, als sich einfach zu entspannen und das Nichtstun zu genießen. Zwischen dem Tohuwabohu der Vorweihnachtszeit und dem bevorstehenden Chaos des neuen Jahres gabs kaum was besseres. Ausgedehnte Winterspaziergänge... in der ältesten Holzkirche Schwedens gemeinsam singen... eine kleine musikalische Silvesterandacht, das waren die Höhepunkte dieser Zeit.
Schon am 1. Januar diesen Jahres gegen Abend machten wir uns auf den Heimweg, am dann mit einer sturmgebeutelten Fähre gen Heimat zu schaukeln. Das war ja mal was: der Wind blies einen fast über die Reeling und ein geradliniger Gang unter Bord war quasi unmöglich.
Aber immerhin fiel die Fähre nicht aus, so dass wir schon am 2. Januar gegen 8 Uhr in Dresden ankamen.
Das neue Jahr begann für mich dann doch recht smooth mit einer Weiterbildung in Moritzburg, nachdem ich am 2. meinen Entwurf endlich fertig gepuzzelt hatte.
Inzwischen läuft der normale Betrieb schon wieder knapp 2 Wochen und geht ja auch nur noch knapp 2 Wochen, für mich jedenfalls.
Meine Praktikumszeit und meine Zeit hier in Leipzig geht also schnurstracks auf die Zielgerade zu. Bleiben noch solche Projekte wie Kinderkirche, Praktikumbericht, Praxisprüfung für CL und eine Reihe Unterrichtsstunden.
Aber die Spannung entspannt sich und manchmal frag ich mich, ob ich mich jetzt schon wirklich als "fit für den Beruf" bezeichnen kann?
Solche Fragen werd ich mir also bis zum Sommer aufheben.
Soviel für heute in meiner virtuellen Selbstoffenbarung. Wer sich für mehr interessiert, fühle sich frei nachzufragen oder auf einen Keks rumzukommen.
Liebe Grüße, godblessyoutooooo!
Seit dem 16. Dezember ist doch ganz schön viel passiert. Weihnachten zum Beispiel. Für Gemeindepädagogen, auch die angehenden, ist das ja so eine Art Hauptsaison. Wenigstens 25 Krippenspielproben, x Kostüme zusammensuchen und anprobieren; Requisiten bauen und so weiter... Den ganzen Weihnachtsnachmittag haben wir schlussendlich mit verschiedenen Gruppen gechristvespert und 3 sehr verschiedene Krippenspiele aufgeführt. Das war ein bisschen Schlauch, aber ob des Erfolges doch auch sehr erleichternd. Immerhin konnte ich mich 23:30 auf den Heimweg machen und war dann tatsächlich noch einige Minuten vor Mitternacht bei meinen Eltern. Wow!
Die nächsten 2 Tage waren dann im Wechsel der Familie und meiner letzten Prüfungsarbeit gewidmet, die eben noch wenigstens FAST fertig werden musste, bevor mich mein Fernweh am 27. Dezember nach Schweden trieb.
Ja Schweden... das war coool. Mit ein paar Studies und einigen Freunden verbrachten wir also New Years Eve in Smaland (wie kriegt man dieses ° über das a?), dort wo im Sommer das Abenteuerlager aufgeschlagen worden war. Das dritte Mal 2006 in Schweden! Das war schön. Einfach, schön, unspektakulär, aber schön. So still, dass man den Tinnitus des Nachbarn mithören konnte.
Mit 13 Leuten in einem kleinen Häuschen mitten im schwedischen Wald war gar nichts anderes möglich, als sich einfach zu entspannen und das Nichtstun zu genießen. Zwischen dem Tohuwabohu der Vorweihnachtszeit und dem bevorstehenden Chaos des neuen Jahres gabs kaum was besseres. Ausgedehnte Winterspaziergänge... in der ältesten Holzkirche Schwedens gemeinsam singen... eine kleine musikalische Silvesterandacht, das waren die Höhepunkte dieser Zeit.
Schon am 1. Januar diesen Jahres gegen Abend machten wir uns auf den Heimweg, am dann mit einer sturmgebeutelten Fähre gen Heimat zu schaukeln. Das war ja mal was: der Wind blies einen fast über die Reeling und ein geradliniger Gang unter Bord war quasi unmöglich.
Aber immerhin fiel die Fähre nicht aus, so dass wir schon am 2. Januar gegen 8 Uhr in Dresden ankamen.
Das neue Jahr begann für mich dann doch recht smooth mit einer Weiterbildung in Moritzburg, nachdem ich am 2. meinen Entwurf endlich fertig gepuzzelt hatte.
Inzwischen läuft der normale Betrieb schon wieder knapp 2 Wochen und geht ja auch nur noch knapp 2 Wochen, für mich jedenfalls.
Meine Praktikumszeit und meine Zeit hier in Leipzig geht also schnurstracks auf die Zielgerade zu. Bleiben noch solche Projekte wie Kinderkirche, Praktikumbericht, Praxisprüfung für CL und eine Reihe Unterrichtsstunden.
Aber die Spannung entspannt sich und manchmal frag ich mich, ob ich mich jetzt schon wirklich als "fit für den Beruf" bezeichnen kann?
Solche Fragen werd ich mir also bis zum Sommer aufheben.
Soviel für heute in meiner virtuellen Selbstoffenbarung. Wer sich für mehr interessiert, fühle sich frei nachzufragen oder auf einen Keks rumzukommen.
Liebe Grüße, godblessyoutooooo!
Samstag, 16. Dezember 2006
Puste weg
Momentan scheint mir alles zu brodeln. Überall is zu tun und ich muss mein bisschen Freizeit grad noch für den nächsten Prüfungsentwurf hergeben. Menno, das schlaucht!!! Und vergällt mir grad ganz schön die ohnehin nur schwerlich aufkommende Weihnachtstimmung.
Jesus ging auf dem Wasser, und Petrus als Repräsentant seiner Jüngerschaft hat das auch irgendwie hinbekommen. Zumindest solange er sich nicht von den blöden Wellen hat beeindrucken lassen.... So ähnlich gehts mir momentan auch und ich würde eine Masse an Namen für die unzähligen großen und kleinen Wellen finden, die mir da den Blick aufs Wesentliche versperren...
Vielleicht ist es also gar nicht so unpassend, dass ich gerade über diese kurze Episode aus dem Matthäusevangelium meinen nächsten Stundenentwurf stricken werde?
Manchmal habe ich jedenfalls schon gar keine Lust mehr auf meinen Schreibtisch und diesen ganzen Papier- und Bücherwust hier. Das von Piaget abgekuckte Chaos-aber-Wichtiges-obendrauf-System funktioniert an meinem Arbeitsplatz nicht ganz tadellos und in meinem Kopf ohnehin noch viel weniger.
Es wird grad alles einfach ganz schön viel.
Also, ist denn Jesus nun eigentlich übers Wasser gelaufen oder nicht? Mag mir mal jemand seine Meinung dazu sagen?
Ich frag mich ja ehrlich, ob die Geschichte irgendwas an Wert verliert, (oder vielleicht sogar gewinnt!) wenn man sie vielmehr als ausdrucksstarke Metapher betrachtet anstatt als einen Erlebnisbericht, in dem Jesus einfach so oder meinetwegen mit den seither noch nicht wiedererfundenen Hovercraft-Jesuslatschen über die Wellen schlenderte.
Ich jedenfalls seh mich grad in der Rolle desjenigen, der zwar auf Zuruf loslief, dann aber doch irgendwie wieder in den Fluten versank. Trotz allem schrei ich um Hilfe und strecke meine Hand aus - und das irrwitzigerweise doch wieder in die Richtung dessen, dem ich mein Vertrauen mal wieder unberechtigterweise entzogen habe.
Ihr Lieben, bleibt behütet. Und trotzt den Wellen mit allem, was sich bieten lässt!
Es grüßt Euch herzlich
der Philipp
Jesus ging auf dem Wasser, und Petrus als Repräsentant seiner Jüngerschaft hat das auch irgendwie hinbekommen. Zumindest solange er sich nicht von den blöden Wellen hat beeindrucken lassen.... So ähnlich gehts mir momentan auch und ich würde eine Masse an Namen für die unzähligen großen und kleinen Wellen finden, die mir da den Blick aufs Wesentliche versperren...
Vielleicht ist es also gar nicht so unpassend, dass ich gerade über diese kurze Episode aus dem Matthäusevangelium meinen nächsten Stundenentwurf stricken werde?
Manchmal habe ich jedenfalls schon gar keine Lust mehr auf meinen Schreibtisch und diesen ganzen Papier- und Bücherwust hier. Das von Piaget abgekuckte Chaos-aber-Wichtiges-obendrauf-System funktioniert an meinem Arbeitsplatz nicht ganz tadellos und in meinem Kopf ohnehin noch viel weniger.
Es wird grad alles einfach ganz schön viel.
Also, ist denn Jesus nun eigentlich übers Wasser gelaufen oder nicht? Mag mir mal jemand seine Meinung dazu sagen?
Ich frag mich ja ehrlich, ob die Geschichte irgendwas an Wert verliert, (oder vielleicht sogar gewinnt!) wenn man sie vielmehr als ausdrucksstarke Metapher betrachtet anstatt als einen Erlebnisbericht, in dem Jesus einfach so oder meinetwegen mit den seither noch nicht wiedererfundenen Hovercraft-Jesuslatschen über die Wellen schlenderte.
Ich jedenfalls seh mich grad in der Rolle desjenigen, der zwar auf Zuruf loslief, dann aber doch irgendwie wieder in den Fluten versank. Trotz allem schrei ich um Hilfe und strecke meine Hand aus - und das irrwitzigerweise doch wieder in die Richtung dessen, dem ich mein Vertrauen mal wieder unberechtigterweise entzogen habe.
Ihr Lieben, bleibt behütet. Und trotzt den Wellen mit allem, was sich bieten lässt!
Es grüßt Euch herzlich
der Philipp
Montag, 4. Dezember 2006
Von Chancen und Grenzen, Aufregung und Erleichterung
Jetzt endlich hab ichs hinter mir: Die berühmt berüchtigte RPS-Prüfung ist Vergangenheit.
Für alle, die einen gescheiteren Beruf erlernen: RPS steht für Religionspädagogik-Schule und bedeutet im Prüfungsfall eine Lehrprobe, also eine Stunde "vormachen". Natürlich NACH einem ausführlichen schriftlichen Entwurf.
Heute nun isses passiert und ich bin nach reichlicher Aufregung im Vorfeld wirklich wirklich erleichtert.
Falls es jemanden interessiert: Unterrichtsgegenstand war das hinduistische Kastenwesen und besonders die indienerfahrenenen Leserinnen und Leser dieses Blogs würde ich gern mal betreffs einiger Themen zum Hindu-Sein ausquetschen ;o) Ja, das würde ich wirklich gerne tun, dann kommt mein Gerede vermutlich etwas natürlicher und vielleicht mit Erfahrungen angereicherter rüber als immer nur als zuvor erst selbst angeeignetes...
Ansonsten kann ich IM RÜCKBLICK wieder nur auf eine gesegnete Zeit sehen. Am ersten Advent, also gestern, gabs in unserer kleinen Auenkirchgemeinde in Markkleeberg einen ziemlich gelungenen Familien-Godi mit aufwändig gestalteter Kulisse (ratet mal, von wem) und zufriedenem Publikum.
Das ganze Gewusel in der Gemeinde hat seine Stoßzeiten und anstrengenden Momente, aber ebenso auch Erfolgsmomente und Entspannungsphasen. Diesen Eindruck habe ich zumindest momenten - ich halte das mal hier fest, damit ich später selbst nachlesen kann :o).
Nich so dolle is momentan meine finanzielle Lage. Im Grunde ist das Leben hier gar nicht sooo teuer, aber die festen Posten pro Monat fressen mich momentan ein bisschen auf. Mit dem Fahrrad kommt man eben doch nicht immer und überall hin und eigentlich stehen grad auch noch eine ganze Reihe Investitionen an. Fahrradteile, Rucksack kaputt, Telefon futsch, Auto-Reperaturen und so weiter. Das knabbert ganz schön am Kontostand.
An Wahrsagerei glaube ich zwar ohnehin nicht, aber meine Karten befrag ich momentan noch viel weniger gern als sonst :o(
Nunja, dennoch geht es mir eigentlich und uneigentlich echt gut.
Ich hab eine liebe Freundin, die mich bei vielem unterstützt und fühle mich auch sonst sehr gut aufgehoben.
Und es ist bei allem gut zu wissen, dass ich nicht derjenige bin, der alle Fäden immer in der Hand halten muss, sondern jemand viel größeres den Überblick auf jeden Fall behalten wird.
Godblessyoutooooo!
Für alle, die einen gescheiteren Beruf erlernen: RPS steht für Religionspädagogik-Schule und bedeutet im Prüfungsfall eine Lehrprobe, also eine Stunde "vormachen". Natürlich NACH einem ausführlichen schriftlichen Entwurf.
Heute nun isses passiert und ich bin nach reichlicher Aufregung im Vorfeld wirklich wirklich erleichtert.
Falls es jemanden interessiert: Unterrichtsgegenstand war das hinduistische Kastenwesen und besonders die indienerfahrenenen Leserinnen und Leser dieses Blogs würde ich gern mal betreffs einiger Themen zum Hindu-Sein ausquetschen ;o) Ja, das würde ich wirklich gerne tun, dann kommt mein Gerede vermutlich etwas natürlicher und vielleicht mit Erfahrungen angereicherter rüber als immer nur als zuvor erst selbst angeeignetes...
Ansonsten kann ich IM RÜCKBLICK wieder nur auf eine gesegnete Zeit sehen. Am ersten Advent, also gestern, gabs in unserer kleinen Auenkirchgemeinde in Markkleeberg einen ziemlich gelungenen Familien-Godi mit aufwändig gestalteter Kulisse (ratet mal, von wem) und zufriedenem Publikum.
Das ganze Gewusel in der Gemeinde hat seine Stoßzeiten und anstrengenden Momente, aber ebenso auch Erfolgsmomente und Entspannungsphasen. Diesen Eindruck habe ich zumindest momenten - ich halte das mal hier fest, damit ich später selbst nachlesen kann :o).
Nich so dolle is momentan meine finanzielle Lage. Im Grunde ist das Leben hier gar nicht sooo teuer, aber die festen Posten pro Monat fressen mich momentan ein bisschen auf. Mit dem Fahrrad kommt man eben doch nicht immer und überall hin und eigentlich stehen grad auch noch eine ganze Reihe Investitionen an. Fahrradteile, Rucksack kaputt, Telefon futsch, Auto-Reperaturen und so weiter. Das knabbert ganz schön am Kontostand.
An Wahrsagerei glaube ich zwar ohnehin nicht, aber meine Karten befrag ich momentan noch viel weniger gern als sonst :o(
Nunja, dennoch geht es mir eigentlich und uneigentlich echt gut.
Ich hab eine liebe Freundin, die mich bei vielem unterstützt und fühle mich auch sonst sehr gut aufgehoben.
Und es ist bei allem gut zu wissen, dass ich nicht derjenige bin, der alle Fäden immer in der Hand halten muss, sondern jemand viel größeres den Überblick auf jeden Fall behalten wird.
Godblessyoutooooo!
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