Donnerstag, 30. Oktober 2008

Immer, wenn das Telefon nicht klingelt...

...weiß ich, es ist für mich!

Gerade war der Postbote da und hat meine Sammelbestellung für die diesjährigen Adventskalender vorbeigebracht. Ich habe gleich ein bisschen geblättert (natürlich nicht alles, sonst wirds ja im Advent langweilig) und diesen Spruch von Elias Canetti entdeckt.

Und um Euch weiteres nicht vorzuenthalten, mache ich hier ein bisschen Werbung für diesen Kalender:



Kann ich wirklich empfehlen!

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Der Sensor für Lauflahme oder: Die Technisierung des Schwitzens

Wenigstens 16 Millionen Deutsche begeben sich mehr oder weniger regelmäßig in weniger oder mehr sportlichem Dress auf die Piste. Um Kondition zu bewahren, Stress abzubauen, Fett zu verlieren, Muskeln zu gewinnen, den Kopf frei zu kriegen. Oder einfach um die Zeit totzuschlagen, wer weiß?. Joggen nennt sich das dann.
Für all diejenigen, denen ein Computerarbeitsplatz oder zumindest das Gefutzel mit Technik bisher lieber war als das scheinbar hirnlose Gerenne um den Teich, gibt es seit ca. 3 Jahren eine geeignete Kombination: Der IPod Sensor.
Was durchaus keine Neuheit mehr ist, und vielleicht auch deshalb inzwischen bezahlbar (Das Zusatzgerät zum Ipod Nano der 1.,2.,3. oder 4. Generation kostet zwischen 25 und 30 Euro) habe nun endlich auch ich ausprobiert und will deshalb hier meinen kleinen persönlichen Testbericht veröffentlichen:

Erstmal nur geborgt habe ich dieses Teil und gestern nach kurzen Testläufen ca. eine Stunde lang ausprobiert.
Zunächst mal ist die Gerätschaft klein aber fein: Die Verpackung kommt dennoch pompös daher: Ganze 42mal so groß wie der brauchbare Inhalt ist die edle Apple-Kiste, in der sich der Sensor und der Empfänger befindet.
Ohne Zusatzinstallationen erkennt mein IPod das neuerliche Anhängsel und offenbart mir sogleich einen weiteren bisher verborgenen Menüpunkt: Nike+Ipod. Hier finden sich diverse Untermenüs zum Einstellen und Aktivieren des Senders, der wohlgemerkt am Schuh angebracht wird.
Wer richtig Geld ausgeben will, kann sich ein paar sonders präparierte Nike Air+ -Schuhe kaufen, denn da findet sich unter der Sohle eigens ein Fach für den kleinen ovalen Sender.

Wer Geld sparen will, macht's so wie ich und klebt sich das Teil auf den Schuhspann unter die Schnürsenkel. Dann allerdings ist eine Kalibrierung ratsam, die aber unkompliziert vonstatten geht und zu weiteren Testläufen animiert.

Nun zur Funktion des Gerätes: Der Sensor im oder am Schuh misst den Schritttakt und auf geheimnisvolle Weise die Auftrittsstärke und Frequenz der Schritte und übermittelt das Signal drahtlos an den Empfänger, der daraus nicht nur Strecke und Geschwindigkeit, sondern auch gleich detaillierte Trainingswerte errechnet.
Mittels eines Online-Accounts bei Nike+ kann man sich den Trainingsverlauf ansehen, Geschwindigkeiten punktgenau ablesen und Verbesserungen anschaulich anzeigen lassen. Das vorher eingestellte Körpergewicht hilft dem Gerät bei der Berechnung des Kalorienverbrauches.

Mich interessierte zunächst nur die Handhabbarkeit beim Laufen selbst.
Hier erfreute mich schon der Start. Man wählt den Laufmodus (Kalorien, Strecke oder Zeit - jeweils Vorgaben oder frei gewählt), im Anschluss die selbst gestaltete Playliste des Mp3-Players und los gehts. Schön ist, dass man im Gegensatz zur IPod-internen Stoppuhr die Lautstärke auch ohne Rückkehr ins Play-Menü ändern kann und der aktuelle Titel parallel zur Geschwindigkeit, zur Gesamtstrecke und zur Zeit angezeigt wird.

Während des Laufens kann man sich jederzeit per einfachem Tastendruck über die zurückgelegte Strecke, die Zeit und die aktuelle Geschwindigkeit informieren lassen. Wahlweise Mann oder Frau gibt eine akkustische Meldung direkt ins Ohr.

Außerdem informiert dieselbe Stimme regelmäßig über den Zwischenstand des Trainings. Aller 1 km bekommt man akkustisches Feedback, ab der Hälfte der Strecke verrät die Stimme, wieviel Weg noch zurückzulegen ist bis zum Trainingsziel. Wer möchte, kann außerdem einen "Power-Song" voreinstellen, irgendein schneller Beat also, den man dann per Tastendruck in den müden Phasen des Laufens aktivieren kann um sich selbst anzutreiben.

Am Ende der vorgewählten Strecke wird schließlich gratuliert und das Ergebnis des Trainings verkündet (Strecke, Zeit, Kalorien usw.). Nun kann man den aktuellen Lauf beenden oder einfach weiterlaufen.

Der Eindruck von gestern war durchaus positiv. Auf wundersame Weise wirkte die anonyme Dame durchaus motivierend und trieb mich gleich 5 Runden um den Zwickauer Schwanenteich. 9 km in knapp 50 Minuten ist bei meinem bisherigen Trainingsintervall dann gar keine so üble Zeit.

Mein Fazit: Wer so wie ich gern ein bisschen mehr Elektronik mit sich rumschleppt als unbedingt nötig und einen gewissen Ehrgeiz an den Tag legt, kann mit dem Gerät gut was anfangen. Es ist einfach zu bedienen, bietet umfangreiche Informationen zum Training und motiviert wie ich finde zum Weiterlaufen. Aber erst morgen wieder...

Donnerstag, 9. Oktober 2008

damit der Laden mal in Schwung kommt

look here: KLICK

oder hier: KLICK

und besuch uns mal


Mittwoch, 8. Oktober 2008

Ich habe keine Aktien

... und das ist wahrscheinlich auch der einzige Grund, warum die Finanzkrise - zumindet bis heute - mental ziemlich an mir vorübergegangen ist.
Gefragt habe ich mich allerdings, wo das ganze verlorene Geld eigentlich nun hin ist. Denn alles was man gewöhnlich verliert, löst sich doch nicht wirklich in Luft auf, sondert verschwindet einfach nur insofern, dass man es selbst aus den Augen und aus den Händen verliert. Aber es ist da. Nur eben neuerdings woanders.

Demzufolge hat eine Finanzkrise auch Gewinner, und zwar gewaltige. Recht knapp und übersichtlich informiert wird man zu diesem Sachverhalt in der Mediathek des ZDF, nämlich HIER.
Und sieh mal an, es gibt da Zocker, zum Beispiel einen gewissen John Paulson, der mit seinen paar Fonds gleichmal ein Plus von 2,7 Milliarden einstreicht. Und welch ein mildtätiger Gewinner das doch ist: Er spendete satte 15 Millionen (das sind immerhin 0,55 Prozent!) an eine "Organisation, die sich um die Opfer der Kreditkrise kümmert".
Gewinnen werden auch die Börsen selbst, die letztlich an jedem Umsatz, egal in welche Richtung, verdienen. Im Übrigen auch am Kaffee und Baldriantee, der in den letzten Tagen wohl hektoliterweise geflossen sein muss. Schließlich muss auch das teure Parkett bezahlt sein.
Und dass es der Börse selbst, auch wenn fälschlicherweise von "Börsenkrisen" die Rede ist, immer gut geht, mag dann wohl auch der Grund dafür sein, dass Börsenberichterstatter immer (noch) gute Laune haben.

Dienstag, 30. September 2008

Ein Versuch



Die Technik machts möglich. grüße live on air! godblessyoutooooo

Donnerstag, 24. Juli 2008

Ein halber und ein ganzer Windsor

Nach einem etwas spezielleren Einkauf heute in einem der 37 Häuser von Hans Rudolf habe ich mich genau mit der Frage beschäftigt, die man beim Lesen dieser Überschrift stellen muss: Was - zum Kuckuck - ist das???

Tja, findet es raus! Aber es ist zu einfach, als dass es diesmal Gummibären geben könnte.

Beim Ausprobieren mit meinen neusten Errungenschaften ist mir jedenfalls aufgefallen, dass ein Four Hand letztlich nicht soo viel anders funktioniert als ein Hannoveraner, und dass ein Pattsburgh sich in der Optik letztlich nicht wirklich vom Grantchester unterscheidet.

Wirklich anders geht nur ein Merowinger und ähnliches, aber erstens leb ich nicht in der Matrix (glaube ich zumindest) und zweitens trage ich nicht rot auf rot. Alles klar?

Montag, 21. Juli 2008

Aufgelegt!!! Geschafft!!!!

Haa! Ich hab gewonnen! Gleich zweimal!

Es passiert ja immer mal, dass irgendwelche freundlichen Leute anrufen und einem Dinge anbieten, die man eventuell, eigentlich aber doch gar nie nicht braucht und man dann entweder gleich auflegt oder vorher "dankeschön aufwiedersehen" sagt. Versicherungen, Staubsauger, Umfragen und so weiter

Da ich ein paar Leute kenne, die solche Telefonierumfragen machen und weiß, dass das ein schwerer Job ist, lege ich eher selten gleich auf, sondern lass die ruhig ihr hübsches Angebot unterbreiten um dann fachkundig mein reiflich überlegtes Desinteresse zu bekunden.

Tja, heute war es andersrum und beinahe hätte ich laut telefonischer Auskunft eine Reise gewonnen. In die Türkei für 2 Personen. Klasse, nicht wahr?
Ohne Angabe des Geburtsdatums wäre die Übermittlung des Reisescheines allerdings nicht möglich gewesen, wie der nicht ganz akzentfrei sprechende Herr mir mitzuteilen versuchte. Über mein Nachfragen über diesen Sachverhalt und meine Vorschläge betreffs anderweitiger Gewinnübermittlungsmöglichkeiten war der dann schon nicht mehr so freundliche sprechende Herr offensichtlich so überrascht, dass ihm gleich der Hörer aus der Hand gefallen ist. Und genau in die Gabel.
Na das war mal schade...

Mittwoch, 16. Juli 2008

Der kleine und der große Klaus

Wundersame Dinge kommen einem in den Sinn, wenn es darum geht, sich kreative Sachen für Workshops auf Familienfreizeiten auszudenken.
Zugegebenermaßen: Ganz allein und zum ersten Mal ausgedacht habe ich mir die Sache nicht, aber für eine Familienfreizeit in Schweden ist der Bau von sogenannten Schwedenstühlen doch recht naheliegend.
Um dann auch wirklich gut vorbereitet zu sein, habe ich einen Prototypen konkret nach Anleitung gebaut. Und weil der ziemlich groß geworden ist, nochmal einen zweiten in
abgewandeltem, handlicherem Format.Wenngleich die Maxi-Version doch tatsächlich ein klein wenig mehr Fülligkeit zulässt (uiuiui), ist doch auch die Mini-Variante ziemlich bequem.

Im Übrigen: Fast nur Recycling-Material - alles Leisten aus alten Lattenrosten. Die sind nicht nur sehr stabil, sondern die verwendeten Querleisten machen die Sitzfläche gleich noch etwas ergonomischer.
Dazu ein Stückchen Stoff und jemand, der es einem einsäumt; 32 bzw. 28 Schrauben (25 und 35 mm), eine japanische Ryoba-Säge, ein rechter Winkel, ein Bleistift, ein Schrauber, Bohrer, etwas Schleifpapier und 30-40 Minuten Zeit.

Fertig ist die prima Lagerfeuer- oder -wie hier- Balkon-Sitzgelegenheit.


Samstag, 5. Juli 2008

dicke Dinger


Irgendwer muss meinen Balkontomaten mal sagen, dass es Balkontomaten sind und dass sie gefälligst aufhören möchten zu wuchern und endlos Wasser zu saufen.

Die Vegetation auf meinen freiliegenden 12 Quadratmetern ist jedenfalls grad überaus üppig und nach einer vorsichtigen Schätzung kann ich aus den zwei Balkonkästen demnächst ca 150 Tomaten ernten.
Das Dumme an der Sache ist eigentlich, dass ich doch gar keine Tomaten mag! Waaaah!

Donnerstag, 3. Juli 2008

schweißtreibendes

23:42 Uhr und 27 Grad im Wohnzimmer: das ist echt nicht mehr feierlich.
Kann mich eigentlich nicht erinnern, bisher schonmal beim Fernsehen geschwitzt zu haben...

Den heißesten Tag des Jahres hat die Mehrheit der deutschen schon hinter sich, für mich allerdings steht noch einiges bevor. Am Samstag nämlich kann man mich beim Offenen Abend in Oberfrohna erleben und demzufolge bin ich noch fleißig am Formulieren.
"Nützt ja nix - oder doch?" so lautet das von der veranstaltenden JG gewählte Thema und ich selbst habe dem als Predigttext flux den Psalm 73 zugeordnet. Tja, nix mit Jesus diesmal - oder doch?
Auf jeden Fall eine spannende Sache - vor allem für mich. Es dürfen Hände gefaltet werden, dass es gut wird und das was ich sage, nicht ganz in den gotischen Bögen der Oberfrohnaer Kirche verhallt ;o)

Mir stehen also noch ein paar heiße Vorbereitungsstunden bevor. Und weil das noch nicht reicht, sieht man mich am Sonntag gleich noch beim Familiengottesdienst samt Gemeindefest in Planitz. Glücklicherweise diesmal mit einer netten jungen Kollegin Carolin, die gerade ganz munter beim Formulieren einer Dialogpredigt ist, die wir heute Mittag vorbereitet haben. Da gehts dann um was ganz anderes; und letztlich doch um das gleiche.

Mal abgesehen von diesen nervenaufreibenden Veranstaltungen, die doch irgendwie auch spannend sind und Spaß machen, gehts mir doch im ganzen recht gut. Die Vorbereitungen für das Fest im August laufen gut und dank der Unterstützung vieler Helfer und wohlwollender Gäste haben wir aufgehört, uns allzuviele Sorgen zu machen.

So denn, die Tastatur beginnt zu kleben. Ich wünsche eine geruhsame Nacht und immer ein kühles Getränk in der Nähe!
Liebe Grüße, godblessyoutooooo!

Freitag, 13. Juni 2008

eildieweil

Die hohen Besucherzahlen auf meiner Seite (man muss alles im Verhältnis sehen) trotz mangelnder neuer Meldungen bringen mich beinahe in Verlegenheit.
Also sei hier wenigstens ein kleiner Gruß, der gerne beantwortet werden darf, dagelassen.

Am Wochenende sind wir zwei beide, also Almut und ich zu einer Hochzeit unterwegs. Nicht unsere zunächst, aber schonmal zum Kucken und Checkliste ergänzen ;o)
Infos zu diesem Event übrigens HIER und HIER.

Ich freu mich schon sehr drauf und bin natürlich gespannt. Außerdem is auch der Jensi dabei, den ich, sobald ich dies hier fertig geschrieben habe, vom Bahnhof abhole.

Was uns
betrifft, und hier sind wieder Almut und meine Wenigkeit gemeint, so haben wir letztes Wochenende schonmal ein Ehe-Vorbereitungseminar in Berlin besucht.
Man kann ja über solche Sachen denken, was man will (und das wird ja auch getan) und als Mann ist man vermutlich generell etwas zurückhaltender in solchen Dingen... Uns jedenfalls hat die Zeit gut getan und wir sind uns, trotz der Tatache, dass die meisten Themen des Seminares für uns keine wirklich neuen Gesprächthemen waren, doch nun viel sicherer, dass wir auf einem guten Weg sind und uns gegenseitig zumindest nicht völlig fehleinschätzen.
Wer näheres über dieses Seminar erfahren möchte, frage doch bei Gelegenheit mal uns oder schaue aelbst bei Team F nach.

Nun denn. Die Zeit drängelt ein bisschen. Ich wünsch allen ein behütetes Wochenende! Bis denn mal wieder, godblessyoutooooo!

Montag, 26. Mai 2008

Von der Schwierigkeit, ein Geschenk zu machen

Heute habe ich mal was Verrücktes gemacht.
Die Idee dazu kam mir heute morgen beim Aufhängen der Unterhosen auf dem Balkon. Welch inspirierende Tätigkeit. (Ausprobieren!!!)
Na jedenfalls, meine geschätzten Nachbarn, die haben auch einen Balkon, genauso groß wie meiner, ca 12 Quadratmeter. Haben da auch einen Teppich und n Tisch und Stühle und so weiter.
Nur Balkonpflanzen haben sie noch keine.
Und während ich inzwischen jeden Morgen als erstes manchmal beinahe im Adamskostüm auf meinen Balkon stiefle und die Geranien nach neuen Blüten untersuche, den Abstand aller Efeu-Triebe bis zur nächsten Geländerstänge mit geübtem Kennerauge schätze, die Blattläuse liebevoll von den Margaritenblüten streichle und auch sonst aller Pflanzen Wachstum mit ebenso wachsendem Intresse bestaune, blieb der Balkon der Nachbarn bisher eher vegetationslos.
Ein paar künstliche Plastik-Hängepflanzen am von mir gesehen gegenüberliegenden Geländer kann man vernachlässigen und eine überdimensionierte Trompetenpflanze, besser: ein Trompetenbaum versucht, dem tristen Balkon mit den ersten Trieben Farbe zu geben. Von ein paar Moospflänzechen in der Regenrinne kann man nur bewusst schweigen.

Dacht ich mir: Warum nicht mal ein paar Blümchen verschenken!? Schließlich- und da krümmt sich schon der erste gedankliche Haken - nehmen sie doch in meinen Abwesenheitszeiten immer so treu meine Postpakete etc. entgegen.
Hat dann noch ein paar Stunden gedauert, aber bis 18:00 Uhr nannte ich mein "Geschenk" in Form einer Palette Geranien mein eigen. Noch vor dem Betreten meiner eigenen Wohnung nach dem Aufsuchen von Opis (sächsisch: Obi`s) Markt klingelte ich bei Nachbars, übrigens ein Seniorenehepaar, und wollte mein Geschenk überreichen.

Siehe da, die Tür öffnete sich und eine freundliche Frau - nämlich meine Nachbarin - kuckte erfreut durch den Türspalt.

"Ich wollte Ihnen gern eine kleine Freude machen!" sagt ich entschlossen und ließ mich gar nicht erst auf lange Diskussionen ein. Ein paar Blümchen für den Balkon, ein kleiner Anfang für die (ja schon vorhandenen Kästen)... Und so weiter.
Tatsächlich hab ich die Dame, wie ich schon erwartet hatte, ziemlich in Verlegenheit gebracht; aber das eigentlich verrückte war: sie mich inzwischen auch!
Es erschien mir beinahe unmöglich, wenn nicht gleich durch und durch albern, einfach so (und das war doch der eigentliche Plan) etwas zu verschenken und schließlich hörte ich mich sagen: "Na wenn Sie sich revanchieren möchten, könnten sie sich vielleicht im Sommer um meine Balkonpflanzen kümmern?"

Ok ok, das hätte ich die Nachbarsleute ohnehin irgendwann gefragt, aber das hätte noch gut Zeit gehabt. Und müsste - der Unmöglichkeit Spitze - doch tatsächlich ohne Zusammenhang zu meinem Geschenk bleiben können! Warum nur, warum konnte ich nicht einfach mal so was verschenken??

Verrückt!


Als diplomierter RelPäd., nun auch noch mit Diakonenzeugnis, fällt mir wie von selbst gleich ein Bezug zu größeren Dingen ein: Kann ich wirklich glauben, dass mir mal etwas geschenkt wird? Einfach so, aus Freundlichkeit oder Liebe geschenkt? Ohne Gegenleistung? Ohne dass ich irgendwo Blumen gießen soll oder mich sonstwie revanchieren kann??

Mittwoch, 14. Mai 2008

Pfingstlerbande

Shalom, liebe ewig treue Post-Sucherinnen und -sucher,
Pfingsten kann einen schon begeistern! Besonders dann, wenn es gelingt, die ganze Familie in einem Ort und schließlich sogar auf und um eine(r) Gartenbank zu versammeln, was bei uns wahrlich nicht oft der Fall ist.
Nicht genug dessen, sogar die Familien und Partner/innen der Geschwister sind am Start. Und als kleiner Bonus noch der Onkel aus der Schweiz.
Ja, das war mein Pfingsten. Diesmal wahrlich entspannt. Keinen Dienst gehabt, keinen Laptop und keine Arbeit über die Feiertage mitgebracht. Einfach nur da sein, wohlfühlen und "Mit-Familie-Sein".
Das war echt schön!!

Mittwoch, 16. April 2008

Finstere Welten

Ich lenke mich mal wieder von der Arbeit ab.
Gerade bereite ich eine Stunde für eine Kindergruppe in Werdau vor, die ich vertretungsweise übernommen habe.
Das Problem: Mein Vorgänger hat mit einem Arbeitsheft über Paulus begonnen (Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg), das ich nun entweder dezidiert für schlecht befinde, oder aber fortführen sollte. Ich habe mich zunächst für letzteres entschieden, wenigstens um zu sehen, wie das mit den Kiddies läuft und weil ich in meinem jugendlichen Leichtsinn dacht: Sooo schlecht kann das ja gar nicht sein.

Naja, die zu bearbeitende Einheit dreht sich jedenfalls um Apg 13, 4-12, wo geschrieben steht, wie Paulus nebst Barnabas und Johannes Markus den armen Zauberer/falschen Propheten/Magier namens Elymas mit Blindheit schlägt (obwohl er schon so schlecht genug zu sehen scheint) und sich der römische Statthalter Sergjus Paulus letztlich aus lauter Beeindruckung über dieses Ereignis bekehren lässt.
Soweit so gut. Die Geschichte steht nunmal da und ich werd sie mit einer Art Bodenbild auch erzählen.

Im Arbeitsheft schließt sich jetzt eine kleine Einheit über Okkultismus an. Laut verlagseigenem Lehrplan wird die Welt in natürlich-sichtbare, natürlich-unsichtbare und übernatürliche Welt geteilt. Die übernatürliche Welt wiederum wird in die Bereiche Licht und Finsternis gegliedert.
Dem Reich der Finsternis werden dann auch Horoskope, Wahrsagereien und all diese Dinge (wahrscheinlich auch Harry Potter und Herr der Ringe) zugeordnet.

Nun frage ich mich doch tatsächlich, ob die Welt so einfach zu verstehen ist, wie sie hier, ausschnittsweise, beschrieben wird. Was ist von solchem Arbeitsmaterial zu halten?

Letztlich habe ich mich entschlossen, das Zeug mit den Kindern anzukucken, und sie mal ehrlich nach ihrer Meinung zur Sache zu befragen. Echte Fragen mit Kindern bedenken - das war doch das Ziel, oder?

Übrigens ist mir zu jenem oben genannten Verlag gleich ein sogenanntes "katechetisches Büchlein" eingefallen, in welchem ich erst am Montag geblättert habe. Da stand auch drin, dass die Kindertaufe keine richtige Taufe ist. Punkt. Und dass die Erwachsenentaufe demzufolge auch keine Wiedertaufe ist. Noch ein Punkt. Uff!
Dieses Buch gehört NICHT MIR und ich habe es in der Bibliothek anschließend in die Rubrik "Sekten/Gefährliche Kulte" eingeordnet.

Dienstag, 15. April 2008

nach wie vor

mal abgesehen davon, dass meine Anfrage unter http://disciplethirteen.blogspot.com/2008/03/soll-ich-oder-soll-ich-nicht.html vermutlich vielfach missverstanden wurde, habe ich nun endlich auf die Beta-Blogger-Variante umgestellt und kann nun all die Tools nutzen, mit denen auch andere Blog-Fanatiker ihre Side-Bars vollstopfen. (Labels, Umfragen, Bücherlisten etc.)

Wunder was, ich habe eine dreiviertel Stunde gebraucht, damit meine Seite wenigstens wieder so ähnlich aussieht wie vorher. Also: Viel Arbeit für wenig Veränderung. Das ist ja wie bei Kirchens...

Jedenfalls war das Problem eigentlich, dass von den angebotenen Vorlagen eigentlich nur DIESE HIER einen so dunklen Hintergrund hat, dass man auch blaue und rote Schrift gut lesen kann, die ich ja ungünstigerweise öfters verwendet habe. Nuja, und ein paar Posts hats auch im Layout ziemlich verändert... aber wer liest das schon noch...

Wenn mich nochmal der Rappel packt, wird sich hier vielleicht demnächst das eine oder andere SICHTBAR verändern. Hehe.
Bis dahin: Bleibt alle behütet und klickt weiter fleißig auf meine Seite und treibt die Besucherzahlen in die Höhe!