Freitag, 9. Juli 2010

Tumetembelea mji mkuu

... was nicht mehr heißt als: wir waren in Nairobi!

Wie bereits vermutet war das Wetter gestern nur wenig erfreulicher als die Tage zuvor, so dass wir den Tag wieder langsam angingen und uns zwecks der Abholung unserer Zugtickets für einen Halbtagesausflug nach Nairobi entschieden.

Der Vormittag war, wie früher bei Mutti üblich :o) für das Putzen des Hauses reserviert, was sich hier rein optisch leider so gut wie immer lohnt, so lange man davon absieht, den Effekt länger als ein paar wenige Augenblicke bewundern zu wollen. Trotz des feuchten Wetters ist es immer sehr staubig und weder Fenster noch Türen sind irgendwie wasser- geschweige denn luftdicht, so dass alles immer schnell dreckig und zur Zeit ebenso klamm wird.

Meine gute Tat des Vormittages war das Sanieren des Hauseingangs mittels Hacke, Spaten und Schaufel. Letztlich gab es, das war das eigentliche Ziel, eine gute Schicht groben Kies obendrauf, so dass man sich jetzt an der Illusion erfreuen kann, künftig etwas weniger Schlamm mit in die gute Stube zu schleppen. Na mal sehen.

Zum Mittag beglückte uns Susi’s zeitweilige dänische Mitbewohnerin und Voluntärin Sarah mit einem durchaus kreativ gestalteten Nudel-Gemüse-Ei-Mittagsmenü, nicht ohne dass uns vorher 3 Liter Nudelwasser aufgrund des wackeligen Kochgerätes quer über den ganzen Küchentisch geschwappt wären. Aber es war ja Putztag, also: welch günstige Gelegenheit, auch in der Küche reinen Tisch zu machen!

Ohne Eile sind Samuel und ich irgendwann am frühen Nachmittag vorbei am Friseurladen (siehe Bild) nach Nairobi aufgebrochen, hauptsächlich, um die reservierten Zugtickets abzuholen und eben ein bisschen durch die Stadt zu schlendern. Auffällig war erstens, wie offenbar in jeder größeren afrikanischen Stadt, dass permanent massenweise Leute (und wenigstens ebenso viele Autos) auf der Straße unterwegs sind, die ablesbar am Lauftempo sogar ein halbwegs konkretes Ziel zu haben scheinen. Es ist immer ein bisschen wie nach einem Fußballspiel.

Gewundert hab ich mich zweitens, dass ich in der Riesenstadt fast keine Wazungus, als farblose Menschen getroffen habe, womit sich die ermutigende Tatsache verbindet, dass auch wenige Touri-Catcher mit bunten Souvenirs und anderem Kram unterwegs sind, die einem wahrlich auf den Keks gehen können, weil sie pausenlos ihre Dienstleistungen und Waren an den vermeintlich geldsprudelnden Europäer verkaufen wollen.

Insofern waren wir sehr entspannt unterwegs, fanden auch gleich den Platz des Autos mit Rauch (steheni ya gari la moshi= Bahnhof) und schlenderten später genüsslich ziel- und zeitlos durch Nairobis Straßen.

Zum Abschluss unseres kleinen Haupstadt-Ersteindruckes verkrümelten wir uns in eine ausgewählte Einheimischen-Fastfood-Spellunke und verspeisten schmatzend Chipsi na Mayai mawili (Pommes mit 2 Spiegeleiern) und ähnliches.

Ein kleines Abenteuer sind jedes Mal die Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie in Tanzania gibt es auch in Kenia seltenst Fahrpläne und erfahrbare Abfahrtszeiten. Obwohl: Würde man beim Busfahrer nachfragen, dann geht es natürlich absolut sofort los, wobei „sofort“ eine Zeitspanne von 10 Sekunden bis 3 Stunden bedeuten kann. Tatsache ist: Der Bus fährt ab, wenn alle Plätze besetzt sind; also sucht man sich in der Eile möglichst einen Platz in dem quetschend vollen Bus, weil der vermutlich nicht mehr so lange wartet.

Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es nur offiziell, aber die scheinen genauso wie die Ampeln eher Empfehlungscharakter zu haben. Sicherheitsgurte sind selten vorhanden, funktionieren noch seltener und werden eigentlich nie benutzt. Speedbumps- also Bodenwellen auf der Straße, meistens gleich 4 oder 5 hintereinander zur Geschwindigkeitsbegrenzung dienen eher dem schnellen Verschleiß der Stoßdämpfer als dem eigentlichen Zweck, insofern ist jede Busfahrt ein kleines Gebet wert und genaues Beobachten der Fahrweise ist dem entspannten Reisen eher hinderlich.

Angekommen bin ich bis jetzt noch immer, und außer einem Plattfuß und einem vom Dach gefallenen und auf der Straße förmlich zerplatzenden Koffer gab es keine nennenswerten Zwischenfälle. Und selbst diese passierten schon vor 7 Jahren in Tansania.

Ziemlich witzig sind die Motorradtaxis (in Kenia bodaboda genannt, in TZ pikipiki), die man hier fast überall bekommen kann und die im Zweifelsfalle auch für 2 Leute (also dann 3 auf einem Motarrad) ausreichen.

Ein solches nahmen wir auch gestern abend für das letzte Stück von Limuru town hier hoch zum NEST, nicht ohne, dass mein Fahrer einmal mitten in der finsteren Pampa seine Kiste abgewürgt oder wie auch immer zum Schweigen gebracht hätte. Aber hakuna matata, ein paar beherzte Tritte brachten das Gefährt wieder zum Laufen und wir erreichten wenig später das Ziel.

Heute nachmittag geht’s wie geplant wieder nach Nairobi, von dort mit dem Nachtzug nach Mombasa. All inklusive: mit Dinner, bedding und breakfast. Und weißen Tischdeckchen im Abteil.

Soweit also geht’s uns beiden bestens, alles läuft, wenn man so will nach Plan und wir genießen die Zeit hier sehr. Mal sehen wie es in Mombasa wird. Etwas mehr Sonne und etwas weniger Nebel wäre ganz nett.

So denn, bis bald, es grüßen Euch herzlich Philipp und Samuel. Godblessyoutooooo!

Mittwoch, 7. Juli 2010

piga picha

Schon wieder ist es auch bei uns nach Mitternacht und Gott sei Dank ist das Internet hier leichter verfügbar als sauberes Trinkwasser. Aber das ist nur eine der weniger kuriosen Kuriositäten, die hier den Alltag einrahmen.

Für den Anfang, also unseren ersten ganz normalen Tag in Kenia (hier ins Bett gegangen, hier aufgewacht) sind wir heute auf dem Gelände des NEST geblieben, wo Susi zur Zeit die Rolle der Admistratorin übernommen hat und manchmal mächtig auf den Putz hauen muss.
Das NEST ist, wenn ich das soweit richtig verstanden habe, eine Art Kinderheim für Kinder, deren Eltern aus verschiedensten Gründen gerade hinter schwedischen Gardinen ihre Mahlzeiten zu sich nehmen, wobei mit jenen Gardinen weder Anno Sanela, noch Evabritt, noch andere Ivar- Freunde gemeint sind.

Während Susi's Bruder Samuel, mit dem ich die kommenden 2,5 Wochen gemeinsam unterwegs sein werde, noch vom warmen Deutschland träumte (hier ist es zur Zeit ziemlich frisch und klamm, selten über 20 Grad), trabte ich nach einem flotten Frühstück im Volunteers-Haus schonmal mit zur alltäglichen Morning Devotion und erlebte sozusagen einen ganz normalen Tag mit Staff und Kids mit. (so fromm wie auf dem Bild kucken die Kids allerdings eher selten.) Meiner ungeprüften Schätzung nach wohnen im NEST etwa 40 Kinder zwischen 2 und etwa 9 Jahren, die hier gemeinsam leben, zur Schule gehen oder einfach nur rumdallen, spielen, Quatsch machen und sich über Besucher freuen.
Vormittags sind die Kids allerdings außerhalb des Wohn-und Spielgeländes, entweder in der Pre-School, einer Art Kindergarten mit einigen Lerneinheiten oder der Primary School, sprich Grundschule gut aufgehoben.
Da bin ich einfach mal mit den Kids mittleren Alters mitgelaufen und hab zumindest den Beginn des Kinder-Alltages miterlebt. Da wurde viel gesungen und gebetet und weil ich schonmal da war, gab es auch gleich ein Begrüßungslied für mich. Das war very süß.

Weil es da keine wirkliche Aufgabe für mich gab, außer mich an den knuffigen Kindern zu freuen, bin ich über die Straße zurück aufs Wohngelände getigert, wo es eigentlich immer was zu helfen gibt. Da hab ich erstmal gute 10 Meter Maschendrahtzaun mit Rostschutzfarbe gestrichen, was nicht sonderlich aufregend, aber wohl doch irgendwie nötig war.
Nach dem Mittag, Mahindi Choma- gegrillten Maiskolben direkt vom Weihnachtsmann auf dem Dorfmarkt, versammelte sich die Mitarbeiterschaft zum Meeting, und Samuel und ich waren währernddessen für die Aufsicht der inzwischen zurückgekehrten Kinder zuständig, für die ein realtiv großzügiges Spielplatz- und Wiesengelände zur Verfügung steht. Sehr sehr witzig ist das und die Kinder sind echt unglaublich lieb. Zu uns so gut wie immer und untereinander zumindest meistens.
Piga Picha! - Schieß ein Bild! ..habe ich ziemlich oft gehört, wobei das Betrachten der digitalen Aufnahme selbstverständlich zur Zeremonie gehört.

Nicht dass einer denkt, wir wären hier irgendwie ab vom Schuss: Die Niederlage der deutschen Mannschaft haben wir schließlich heute abend in der deutschen Schule in Nairobi miterleben müssen, wobei sämtliche Kenianer seit dem Ausstieg von Ghana zu Deutschland-Fans geworden sind. Hat dann aber leider doch nicht gereicht.
Für den ca halbstündigen Rückweg teilten wir uns in ein Taxi, wobei der letzte Kilometer ob der Holperstraße nur noch Gekrache und Gequietsche war und ich hätte wetten können, dass es über den Acker geschmeidiger gelaufen wäre.

Für morgen ist das Programm noch unbestimmt. Das Wetter ist für afrikanische Verhältnisse ziemlich lausig, so dass wir nicht sicher sind, ob wir den geplanten Tagesausflug in einen nahegelegenen Nationalpark machen. Zu erleben gibt es schließlich auch direkt vor der Haustür genug. Am Freitag gehts aber in jedem Fall mit dem Zug von Nairobi nach Mombasa an die Küste, ein oder zwei Tage später dann Richtung Süden nach Dar es Salaam in Tansania. Von dort aus eventuell nach Sansibar oder Bagamoyo, anschließend aber auf der tansanischen Seite westlich Richtung Moshi und von dort aus über meinen eigenen ehemaligen Praktikumsort Leguruki//Kingori über Arusha zurück nach Nairobi. Das ist zumindest der Plan. Aber man sollte nicht vergessen: wir sind in Afrika. Kann auch alles irgendwie anders kommen. Oder eben nicht :o)

Soweit so gut. Ganz liebe Grüße für heute nochmal aus Limuru. Mungu akubarikiwe!

Dienstag, 6. Juli 2010

sprachlos

eigentlich habe ich vorhin einen kleinen Versuch gewagt, eine Art Tagebucheintrag hier hinzutippen, aber ich bin beinahe kläglich gescheitert.
Innerhalb von weniger als einem Tag ist einfach schon viel zu viel passiert, als dass ich hier einen halbwegs vollständigen Eintrag hinbekommen könnte. Ein sehr komfortabler Flug, trotz economyclass mittels kleiner Tricksereien, viel Spaß mit türkischen und tansanischen Behörden, eine nächtliche Taxifahrt inklusive erschreckend eindrücklicher Besichtigungsmöglichkeit funktionstüchtiger Meschinengewehre, eine ziemlich kurze Nacht ohne Netz und doppelten Boden und ein wunderbares Aufwachen in einer seltsam gewohnten aber unbeknnten Umgebung.
Das sonderbare Gefühl, in all den Jahren niemals wirklich weg gewesen zu sein und die Sprache immer noch erstaunlich gut zu verstehen und tatsächlich auch ein bisschen zu sprechen, beflügelt Begegnungen und Erlebnisse in beeindruckender Weise.
Ich freu mich wahnsinnig, hier sein zu können und genieße gerade selbst den miefenden Staub wie ein Feinschmeckermenü.
Für heute aber schließt die Kantine, vielleicht morgen mehr....

Montag, 5. Juli 2010

Auf dem Absprung

So. Ende der Schweigezeit.
Ohne alle Ereignisse des letzten halben Jahres zu benennen, geschweige denn online-exhibitionistisch auzuwerten, soll hier in den nächsten Tagen immer mal wieder was zu lesen sein.
Unwesentlicher Anlass diesen Entschlusses: Ich bin auf dem Weg nach Kenia!! Juhuu.

Nach einem ohnehin nicht ereignislosen Sonntag mit Familiengottesdienst und Gemeindefest bin ich gestern abend noch nach München gedüst und werde von hier heute morgen, also gleich nachher zusammen mit Samuel, einem Freund und Bruder einer Freundin über Istanbul nach Nairobi fliegen. Im Moment ist das Gefühl, irgendetwas wichtiges vergessen zu haben, noch nicht ganz eliminiert, im Großen und Ganzen fühl ich mich aber gut vorbereitet.
Unsere Reise geht von Nairobi morgen früh nach Limuru ins NEST zu Susi, die dort in einem Integrations-und Rehabilitationsprojekt arbeitet; von da machen wir uns am Freitag per Nachtzug auf den Weg nach Mombasa.
Später reisen wir weiter Richtung Süden über die Grenze nach Dar es Salaam, Tanzania, verweilen ein wenig und traveln letztlich auf der tansanischen Seite wieder gen Osten nach Moshi. Dort werden wir meinen Freund Clive Ashton treffen und vielleicht auch ein paar andere bekannte Gesichter aus meiner Praktikantenzeit.
Nicht ohne auch in Leguruki vorbeigeschaut zu haben, wo ich von 2002-2003 selbst ein Jahr gearbeitet habe, gehts zum Schluss nach Arusha und von da über Nairobi wieder zurück nach Limuru.
So ist zumindest der grobe Plan, wohlwissend, dass in Afrika am Ende doch immer alles ein bisschen anders kommt.
Ein bisschen Probleme macht gerade im wahrsten Sinne des Wortes meine rechte Achillesferse, genauer gesagt die enthaltene Sehne, deren Scheide in den letzten Tagen ein bisschen entzündet war. Bin eifrig am Massieren mit Voltaren und Co und hoffe, dass wir nicht gleich in den ersten Tagen allzulange Gewaltmärsche mit vollem Gepäck durchziehen müssen.

Auf jeden Fall werde ich mir Mühe geben, Euch ein wenig mit auf meine Reise zu nehmen und hier ggf. immer mal eine Notiz zu hinterlassen.
Safari njema, liebe Bloggemeinde, tutaonana! Akubarikiwe!

Dienstag, 2. Februar 2010

Blick nach vorn

Pünktlich zu meinem Geburtstag haben die Wise Guys ein neues Album veröffentlicht. Echt nett, nicht wahr? Und irgendwie finde ich dieses Lied hier gerade sehr sehr wohltuend:

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Don't know Y

Manchmal sollte man sich selbst und seine Fragen nicht so ernst nehmen *g*
Danke, M!

Freitag, 18. Dezember 2009

frosty days

Warme Gedanken müsste man sich machen angesichts der Temperaturen, die neuerdings das Tief Vincent Gesamtdeutschland beschert.

Fast hätte sich meine Thermometeranlage geweigert, die frühmorgendlichen -15 Grad Celsius anzuzeigen, nachdem ich auf dem ansonsten eher kurzen Fußweg ins Jugendwerk schon an den erst blassen, später glühenden Ohren merkte, dass es doch deutlich winterlicher geworden ist. Fein pulverisierter Schnee beschert der Stadt und dem Umland zudem schon seit dem Wochenende Schlitterbahnen allerorts und ich habe das zum Anlass genommen, nun wenigstens ein Paar neue Winterreifen zu kaufen.

Die 2 neuen Reifen vorn oder hinten drauf ziehen? Na, VORN, würde man gewöhnlich sagen, auf die Antriebsachse. Falsch, sagt der Fachmann, „das Fahrzeug würde von hinten geführt“.

Hab ich mich also drauf eingelassen und die nagelneuen Bemmen etwas misstrauisch hinten dranschrauben lassen. Und siehe da, es klappt tatsächlich. Vorn kann man kurbeln, lenken& gegenlenken, schlittern, aber der Hintern bleibt in der Spur und bricht nicht aus. Falls also mal jemand vor einer ähnlichen Entscheidung steht … auch an unscheinbaren Stellen ist ein besseres Profil von Bedeutung. Lektion des Tages: Antreiben ist nicht gleich Führen.

A propos hinten nochmal: gleich mehrfach musste ich heute durch die zum Glück vorhandenen Hintertüren des Autos einsteigen und mich dann schlangenmenschgleich nach vorn winden, weil weder Fahrer- noch Beifahrertür von innen oder außen aufzubekommen waren. Auch nicht mit Schlossenteiser, WD40 oder Silikonspray :o(. Aber meine Einstiegsmanöver sahen bestimmt witzig aus.

Ansonsten… beschert die Kirchenjahreszeit gerade das übliche Theater, in dem es wie jedes Jahr um eine recht ähnliche Story geht, die zu inszenieren auch dieser Tage mit den kleinen und größeren Kiddies recht lustig ist. Morgen vormittag haben wir die Generalprobe und am Sonntagmorgen 10.00 Uhr Aufführung im 4.-Advents-Gottesdienst. Und wie immer muss ich aufpassen, dass ich nicht aufgeregter bin als die Kids.

Wer dabei sein möchte: Sonntagmorgen 10.00 Uhr in der Christuskirche, Richardstraße 8 in 08064 Zwickau. Bis dann oder später, godblessyoutooooo!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Advent?

Zuerst hatte ich ja gedacht, Weihnachten muss dieses Jahr ohne mich stattfinden. Ohne meine Anteilnahme, ohne meine Vorfreude, ohne meinen eigenen Advent.
Auf was sollte ich
schon warten… dieses Jahr… schon wieder… immer das gleiche… und dann noch das… Die ganze kitschige Weihnachtsdeko der Fußgängerpassagen und Einkaufstempel mit ihrem künstlich prallen Tannengrün und hyperkitschigen gold- und silberfarbenen Glaskugeln in Übergröße - das könnte mir doch alles gestohlen bleiben, wenigstens dieses Jahr. Nicht auch noch in unserem Wohnzimmer!

Aber dann ist er mir doch wieder in den Sinn gekommen: Der Stern. Klein und unscheinbar. Aber umso deutlicher zu sehen, je finsterer es um mich herum wird. Der Stern, der schon ganz anderen Zeit- und Unzeitgenossen Orientierung gegeben haben soll. Der Stern, der den Weg weisen soll zu Unglaublichem, das keiner ahnt und keiner denken kann.

Also ... musste ich doch im Keller Kisten sortieren und zunächst mal eine ganz triviale Suche starten.

Nun leuchtet er mir und erinnert mich - je dunkler, desto besser - an eine Hoffnung, die niemals endet. Und mit ihm zieren ein paar liebevoll ausgeschnittene Filzsternchen und Tannenbäume im Hosentaschenformat die Wohnzimmerfenster.


Was aber bleibt zu hoffen? Ich weiß es noch nicht. Ich ahne es noch nicht mal.
Zu hoffen bleibt erstmal, dass die Hoffnung bleibt. Schalom!

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Donnerstag, 8. Oktober 2009

die einzig stabile Währung

"Neuer Tag, neues Glück, wie wirds wohl heute sein? [...]"

Nee, nich zu den Wise Guys gehts heute abend (das erst im November!), sondern zu einem Keimzeit-Konzert nach Dessau.
Und ich freu mich! Sind zwar nicht alle Titel und Texte des Herrn N. Leisegang so euphorisch und treuherzig, verheißt aber der Titel des neuen Albums tatsächlich durchaus Hoffnungsvolles.
Werde also den heutigen Tag damit verbringen, die Platte noch ein bisschen rauf und runter zu hören, damit ich heute abend schön mitsingen kann. Bleibt nur noch zu hoffen, dass mein dicker Klumps im Hals sich demnächst löst und der Anflug einer Erkältung sich per Express-Retour wieder verdünnisiert. Und falls sich jemand von Euch heute abend in die Dessauer Marienkirche verirrt, dann sehen wir uns!

Mittwoch, 7. Oktober 2009

verkorkst?

tja, leider läuft nicht alles so glatt wie man sich das wünscht.
Das Auto ist nun endlich wieder da, der Endschalldämpfer ist neu, die neuen Reifen sind drauf, TüV und AU sind neu, nur der Tacho geht immer noch nicht. Und ich bin einige Euros losgeworden *heul*.

Gerade bereite ich die letzte Kinderkirchenstunde vor den Ferien für die 1. Klasse vor und versuche momentan, eine Geschichte mit Korken zu inszenieren. Na, hat jemand eine Idee, um was es sich handeln könnte?

Montag, 5. Oktober 2009

Wortmeldung

jetzt werd ich doch mal wieder was sagen. Auf Dauer macht zuviel Schweigen ja auch ein bisschen depressiv...

habe das Wochenende jedenfalls sehr schön verbracht. Freitagabend war ökumenischer Jugendabend in Planitz. Sehr nette Gespräche und gute Atmosphäre. Wenn auch von den Planitzer Jugendlichen ein paar mehr Leute da gewesen wären, hätte das allerdings auch ei´nen gewissen Reiz gehabt :o(
Am Samstagnachmittag war Familiencafé (Eltern und Familien unserer Gemeinde werden zum Kaffee & anschließenden thematischen Teil eingeladen) und ich hab mit Almut eine wunderbare Länderreise für die Kids vorbereitet. Das war viel Aufwand, aber dann auch ein rechter Gaudi. Krümelmonster Egon, der auf dem Zeltplatz von Potschappel eine Handvoll andersartiger Kinder getroffen hat, berichtete von seinen neuen internationalen Freunden und auf diese Weise erkundeten wir einige Besonderheiten von Mexiko, Australien, China, Tansania und Griechenland.

Gestern vormittag war Familiengottesdienst in Schönfels zum Erntedankfest. Kleine Mitmachaktionen für große und kleine machten das Programm recht bunt und dem Feedback nach war die Veranstaltung recht nett. Gestern abend war TATORT (Sozialdramatisches) bei Freunden angesagt, zuvor aber inszenierte ich die Vertickung meines alten Laptops, siehe HIER. Für Blogleser würde ich das Porto erlassen ;o)

Und heute... heute ist TüV fürs Auto, hoffe ich. Vorbereitung diverser Veranstaltungen, Kinderkirche, Aufräumen. Mein Arbeitszimmer sieht nach all den materialaufwändigen Veranstaltungen etwas beräumungsbedürftig aus. Und nach all den Objektivitäten werde ich hoffentlich auch Zeit und Ruhe finden, ein paar Gedanken zu sortieren...

Bleibt behütet, godblessyoutooooo!

Montag, 21. September 2009

Montag, 14. September 2009

as good as possible

...wobei die Betonung eindeutig auf dem 2. Teil der Phrase liegt.

Wie`s aussieht, bin ich immer noch in Zwickau und versuche gerade, an und in meiner Arbeit halbwegs klarzukommen. Ein Blick auf meinen Schreibtisch verrät, dass Aufräumen immer noch nicht zu meinen favorit tasks gehört, aber dass die Atmosphäre doch irgendwie ein erträgliches Bild ergibt. So ähnlich ist es schließlich auch wirklich.
Die ganzen Kindergruppen, seit diesem Schuljahr 5 statt 3, sind nun wieder voll angelaufen und alles in allem haben wir gemeinsam gut Spaß und versuchen uns in allem gegenseitig ein wenig zu erziehen. Ich versuche den Kids nahezubringen, dass es doch ganz nett wäre, zwischendurch mal 30 Sekunden jemand anderem als sich selbst zuzuhören, die Kids bringen mir derweil bei, was es heißt, Geduld, Langmut und Liebe in einen akzeptablem Mix vorzuleben. Was kann man mehr erwarten...

Rückbezugs eines letzten Eintrages hier folgende Neuigkeiten: Fürs Auto ist das Messinstrument nun bestellt, bezahlt und geliefert, aber noch nicht eingebaut (siehe Bild). Betreffs angedeuteter Analogien habe ich ähnliche Hoffnungen, dass die Instrumente wieder in Ordnung kommen.
Fürs Auto habe ich auch neue Sommerreifen bestellt und bezahlt, damit das wenig gewordene Profil mir oder Almut oder uns beiden nicht irgendwann einen ungewollten Abstecher ins Abseits beschert.

Die Analogiebildung wage ich hier nicht auszuformulieren, getraue mich aber immerhin anzumerken, dass es dabei auf High Speed absolut nicht ankommt.
Haraka haraka haina baraka... (kiswahili) Eile hat keinen Segen! Das hatte ich schon einmal vor 6 Jahren halbwegs mühselig lernen müssen und werde mich nun wieder öfters daran erinnern.

Wer jetzt nur Bahnhof versteht, der gehabe sich wohl und schaue doch demnächst mal wieder rein. Sehr gern auch live und in Farbe: 3. Etage links!

Dienstag, 8. September 2009

Träumereien

weil es euch so gut gefällt... hab ich das hier noch reingestellt :o)

Freitag, 4. September 2009